Am Samstag, dem 13. Oktober 1781, reicht Freiherr Philipp von Gebler, Mitglied des Staatsrates, ein Schriftstück in der k.k. Hofkanzlei ein, das das Leben der Geheimprotestanten in Österreich grundlegend verändern sollte. Kaiser Joseph II. erlaubt darin den „augspurgischen und helvetischen Religions-Verwandten“ sowie den „nicht unirten Griechen“ ein „ihrer Religion gemäßes Privatexercitium“. Während das Gesetz offiziell... Continue Reading →
1716/17 – Ein Familienstreit eskaliert – Teil 2
Im ersten Teil dieses Blogbeitrags wurden bereits die Vorgeschichte und die Verhörprotokolle des Lorenz Rabinig aus Pisweg behandelt. Rabinig hatte zunächst seinen Schwiegervater Jakob Stromberger im Juni 1716 bei den kirchlichen Behörden wegen der Weitergabe lutherischer Bücher angezeigt. In seinen Aussagen belastete er auch andere Kraigerberger Bauern der Häresie. Elf Monate später meldete er sich... Continue Reading →
1716/17 – Ein Familienstreit eskaliert – Teil 1
Wie bereits im Blogeintrag zu den „In Glaubenssachen suspekten Pfarrkindern der Pfarre Kraig 1689“ erwähnt, war man lange Zeit der Auffassung, dass die Kraigerberger Geheimprotestanten in den hunderteinundachtzig Jahren der Gegenreformation weitestgehend unbehelligt blieben. Neben dem oben genannten Dokument zeichnen auch die Ereignisse der Jahre 1716/1717 ein anderes Bild. Die Verhör- bzw. Befragungsprotokolle dieser beiden... Continue Reading →
Tirol, das Burgtheater und der Kraigerberg
Am 17. Februar 1776, vor 250 Jahren, erhob Kaiser Josef II. das „Theater nächst der Burg“ zum „teutschen Nationaltheater“. Während es dem Publikum sicher gefiel, dass Wien und sein Burgtheater damit zur bedeutendsten Spielstätte des deutschen Theaters wurde, dürfte die Nachricht wohl kaum bis nach Wildschönau, in der Nähe von Wörgl in Tirol, durchgedrungen sein. Und dennoch spielten... Continue Reading →